Izbaudi Rīgu

Schwarzhäupterhaus

Das Schwarzhäupterhaus, anfangs das Neue Haus genannt, wurde 1334 erreichtet. Es wurde mehrmals umgebaut, zuerst im Jahr 1522, als beim Eingang Türsteine aufgestellt wurden, und auch Ende des 19. Jahrhunderts, als über dem Haupteingang die Löwenfiguren und an der Ecke des Anbaus eine Figur des Heiligen Georgs erschienen.

Das Haus wurde als ein Ort für Versammlungen und Feier verschiedener gesellschaftlicher Organisationen in Riga gebaut, bevor im 17. Jahrhundert die lebensfrohe und unternehmerische ausländische, hauptsächlich deutsche Händlervereinigung – die Compagnie der Schwarzen Häupter – sein einziger Bewohner wurde.

Einer der vielen Schutzpatrone der Bruderschaft der Schwarzhäupter war der heilige Mauritius, der Kommandeur einer römischen Legion, der den Märtyrertod starb: Man schlug ihm den Kopf ab. Deshalb wurde das Bild eines Mohrenkopfes das Erkennungszeichen und Symbol der Schwarzhäupter, er ist auch auf dem Wappen der Bruderschaft abgebildet.

Das Gebäude, das als eines der Schmuckstücke der Stadt Riga galt, wurde ebenso wie das Rathaus im Zweiten Weltkrieg in Trümmer gelegt. In den Jahren nach dem Krieg ließ das Interesse für das Schwarzhäupterhaus nicht nach und für seine Erneuerung wurden mehrere Projekte ausgearbeitet.

Im Jahr 1991 wurde in der St. Petrikirche eine Gedenkausstellung veranstaltet, die dem Schwarzhäupterhaus und der Compagnie gewidmet war. 1992 begannen archäologische Ausgrabungen am Ort des Hauses, und 1995 wurde ein umfangreiches Buch über das Schwarzhäupterhaus und die Compagnie der Schwarzen Häupter veröffentlicht, was den Startschuss für den Beginn der Bauarbeiten an dem Haus gab. Seit 1999 darf sich Riga wieder mit dem erneuerten Gebäude des Schwarzhäupterhauses rühmen.