Kurz nachdem in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Befestigungsmauer um Riga, die noch aus dem Mittelalter erhalten geblieben war, abgerissen wurde, lernte Riga den prunkvollen Jugendstil kennen. Es wurde das Verbot aufgehoben, dass man in den Vorstädten von Riga keine Mauergebäude bauen durfte, und damit fing die Blütezeit des Jugendstils an. Schon zum Wechsel des 19. und 20. Jahrhunderts erlebte Riga noch nicht erlebte Zeiten: neben den vom Aussehen her bescheidenen Holzhäusern wurden die in der Architektur so prunkvollen Jugendstilhäuser gebaut. Viele von ihnen, die noch bis heute erhalten geblieben sind, sind schon über 200 Jahre alt.
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Audēju iela 7
Dieses vom Architekten A. Aschenkampff projektierte Haus ist ein der ersten im Jugendstil gebauten Häuser in Riga (gebaut 1899). Der Eigentümer des Hauses war der Buchverleger und der Eigentümer der Lithographiewerkstatt Alexander Grosset. Für die Verzierung der Fassade sind die für den Jugendstil charakteristischen dekorativen Motive, wie zum Beispiel Schwertlilien, blühende Bäume, Rohrkolben sowie auch Maskaronen benutzt worden. |
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Kalēju iela 23
Dieses Miets- und Geschäftshaus ist aufgrund der attraktiven Lösung für die Ecke des Gebäudes, die in der Form des Laubes eines blühenden Baum gebildet ist, etwas Besonderes über dem stilisierten Baumlaub ist in der Architektur des Gebäudes ein stilisiertes Sonnenbild zu sehen. Das Gebäude wurde 1903 entworfen, dessen Architekt – P. Mandelstamm. |
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Teātra iela 9
Dieses Miets- und Geschäftshaus ist 1903 nach dem Projekt der Architekten H. Scheel und F. Scheffel gebaut worden. Auf dem Dach des Gebäudes sind die Figuren von Atlanten zu sehen. Interessant ist, dass die aus Glas und Zink gestaltete Erdkugel Anfang des 20. Jahrhunderts ausgeleuchtet wurde, auf diese Weise wurden die neuen technischen Möglichkeiten der Zeit demonstriert. |
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Meistaru iela 10
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Šķūņu iela 10/12
Als 1903 dieses Gebäude gebaut wurde, befand sich in dessen Erdgeschoss das Geschäft für Optik des Eigentümers des Gebäudes H. Dettmann. In der Verzierung der Fassade des Gebäudes sind die Initialen und Maskaronen des Eigentümers des Gebäudes verwendet, in der Fassade dominiert Pflanzendekor. In der rechten Ecke des Gebäudes ist eine Figur des „Wächters des Gebäudes” – des Hundes zu sehen, als Beweis für die Anpassung an das mittelalterliche Stadtmilieu. |
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Tirgoņu iela 4
Der Eigentümer dieses Gebäudes ist ebenfalls H. Dettmann. Die Fassade ist ausdrucksvoll mit ihren historischen Helden, die auch in der Architektur des damaligen Berlins populär in der Verwendung für die Verarbeitung der Fassade sind. Das Gebäude ist 1900 gebaut worden. |
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Jauniela 25/29
Dieses Gebäude ist nach dem Projekt des Architekten W. Bockslaff 1903 gebaut worden. Die Bebauung des Gebäudes ist in mehrere unterschiedlich ausgestaltete Abschnitte geteilt, damit man das Gebäude besser mit der historischen Bebauung der Altstadt abstimmen konnte |
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Smilšu iela 2
Dieses Gebäude ist durch die kontrastvolle Fassadenbearbeitung interessant. In dies hat der Architekt K. Pēkšēns auf dem Hintergrund der roten Ziegelsteine sowohl natürliche als auch sehr stilisierte Motive benutzt. Der kleine Erker des Gebäudes wird von einem der populärsten Jugendstilsymbolen – dem Pfau geschmückt. |
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Smilšu iela 8
Das Gebäude ist von Maskaronen, geometrischem Ornament, stilisierten Pflanzenmotiven sowie auch dekorativen Frauenfiguren verziert. Das Haus ist 1902 nach dem Projekt der Architekten H. Scheel und F. Scheffel gebaut worden. |
Dauer des Spazierganges: ca. 50 Minuten