2011-03-08 11:57

Eine Reise von Slobodskoi bis Jurmala zum Gedenken an den Dichter Rainis

Publicitātes foto/ Publicity photo
In der zweiten Hälfte des Mais 2011 wird eine Gruppe von Enthusiasten aus der Stadt Kirow auf Maxi-Scootern die Fahrt „Der Heimweg von Jānis Rainis“ durchführen. Die Route, für die 14 Tage veranschlagt sind, wird durch die russischen Städte Slobodskoi, Jaroslawl, Pskow sowie die lettischen Städte Jelgava, Jurmala und Riga führen.

Rainis (mit richtigem Namen Jānis Pliekšāns, 1865 – 1929) war einer der bedeutendsten lettischen Dichter und Übersetzer, er war auch im politischen und gesellschaftlichen Bereich tätig. Es war Rainis, der dem lettischen Volk die großen russischen Dichter Puschkin und Lermontow eröffnete, er übersetzte Goethes „Faust“. Im Jahr 1897 musste Rainis nach Pskow emigrieren und 1899 in die Stadt  Slobodskoi in der Provinz Wjatka. 1903 kehrte Rainis in seine Heimat zurück.  

Die Fahrt „Der Heimweg von Jānis Rainis“ wird dabei die Route einhalten, auf der Rainis vor 114 Jahren ins Exil geschickt wurde. Der Startschuss zu der Reise fällt im Gedächtnismuseum des Dichters in der Stadt Slobodskoi in der Oblast Kirow. An der Veranstaltung beteiligt sich der Gouverneur der Oblast, Nikita Belych. Danach wird sich die Kolonne weiter nach Pskow begeben, der ersten Etappe von Rainis’ Exil.

Die weiteren Etappen der Fahrt gehen auf dem Territorium von Lettland über die Bühne. Dabei ist geplant, mehrere bedeutende Orte zu besuchen, die eine Beziehung zu dem berühmten lettischen Dichter haben. Den Höhepunkt der Fahrt stellt die Teilnahme am Stadtfest von Jelgava am 28. Mai dar.

Endstation der Fahrt in Lettland wird Jurmala sein – der Ort, wo Rainis von dieser Welt verschieden ist. Im Rahmen der Fahrt sind Treffen mit verschiedenen offiziellen Regierungsvertretern geplant, darunter mit Nils Ušakovs, dem Bürgermeister von Riga.