Dieses Jahr hat man die Möglichkeit, sich das Museum bei einer Rundfahrt mit dem Zug anzusehen. Die Tour „In 30 Minuten durch Lettland“ führt über die Hauptwege und entlang des Ufers des Jugla-Sees. Die kleine Bahn auf Rädern kann von den Passagieren an interessanten Orten verlassen werden, um diese in Ruhe zu betrachten. Anschließend kann man unter Vorlage des Fahrscheins die Fahrt mit dem nächsten Zug fortsetzen.
Das Museum bietet auch eine Gesundheits- und Schönheitskur an – am 4. und 5. Juni ist die Saunawiese geöffnet, und bei vorheriger Anmeldung kann man sich darüber hinaus von einem professionellen Saunawart mit dem Saunabesen in einer echten lettischen Sauna „behandeln“ lassen!
Eine bisher noch nicht dagewesene Mittsommernachtveranstaltung beginnt am 19. Juli und zieht sich bis zum Morgen des Johannis-Tages hin, wenn der Ball im Grünen zu Ende gehen wird. In diesen Tagen kommt Leben in jedes Haus des Museums – auf allen Höfen herrscht reges Treiben, dort wird das Gras gemäht, Käse hergestellt, der Garten gejätet, Holz gehackt, die Türen geschmückt… In der Zeit der Einstimmung auf Mittsommernacht kann man erfahren, wie dieses Fest in jedem lettischen Kreis gefeiert wird. Es werden der Tag der Feinschmecker, der Tag des Handwerkes, der Tag der Traditionen der Urahnen, der Tag des Schmückens und der Tag der Gräser ausgerichtet. Die echte lettische Mittsommernachtfeier findet im Freilichtmuseum allerdings am Gräserabend am 23. Juni statt – mit Ringelreihen, Liedern, Kränzen, Lagerfeuer sowie dem traditionellen Johannis-Käse und Bier.
Das Museum hat auch schon begonnen, sich für die Aufstellung eines neuen Guinness-Rekords vorzubereiten, die Herstellung des größten Holzlöffels der Welt. Die erste Etappe soll dabei während des Jahrmarktes am 4. und 5. Juni bewältigt werden, wenn alle herzlich eingeladen sind, sich am Schnitzen des größten Löffels im Baltikum zu beteiligen – seine Länge soll drei Meter betragen!
Eine Neuerung dieser Saison ist der Jahrmarkt für zeitgenössische Handwerkskunst am 27. August. Wenn auf dem traditionellen Jahrmarkt Anfang Juni ethnographische Volkskunst vertreten ist, dann findet man auf dem Jahrmarkt für zeitgenössische Handwerkskunst derzeit aktuelle und moderne Erzeugnisse. Dort versammeln sich junge Künstler und Handwerker, die für ihre Produkte nicht nur traditionelle Materialien verwenden.
Das Lettische Ethnographische Freilichtmuseum liegt am Ufer des Jugla-Sees und ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet. In dem Museum wurden lettische Bauern-, Handwerker- und Fischerhöfe rekonstruiert. Alle zu besichtigenden Dauerausstellungen beinhalten Gegenstände aus Alltag und Arbeit sowie Inneneinrichtungen, die für eine bestimmte Zeitperiode, einen Kreis und die Tätigkeit des Hausherrn charakteristisch sind.
Mehr über das lettische Ethnographische Freilichtmuseum und dessen Veranstaltungen findet man hier.