Padegs war ein überzeugter Figuralist, persönlich und sehr sensibel, in seinen Werken sind Spuren des Expressionismus, der neuen Sachlichkeit, des Surrealismus, sowie für die damalige Gesellschaft etwas befremdende Stimmung der Dekadenz des "fin de siecle" des 19. Jahrhunderts zu sehen.
In den Werken von Kārlis Padegs, die im Laufe der Jahre bei den Liebhabern seiner Kunst bekannt geworden sind, ist kein Platz für den bürgerlich gesellschaftlichen Geschmack, schmeichelnde Sujets oder den akademischen Kanon. Trotzdem, in der Erwartung des hundertsten Jubiläums des Künstlers lohnt es sich, auf seine an der Lettischen Kunstakademie verbrachten Studienjahre zurückzublicken.
Die in der Zeit 1928 bis 1934 geschaffenen Werke der Studienzeit zeigen uns, wie weit Padegs den Rahmen des akademischen Programms akzeptiert hat und wo er dem gegenüber seinen freien Geist und den kreativen Funken seiner Persönlichkeit wandeln ließ.
Als Grundlage der Ausstellung gilt ein überraschender Fund - etwa 30 Zeichnungen von Kārlis Padegs - Skizzen der Portraits und Figuren, die bis Ende der 70er Jahre in einem Küchenschrank einer Rigaer Wohnung neben dem Kartoffelkorb lagen.
Neben diesen Studienarbeiten sind auch die aus der Akademieperiode stammenden "freien" Zeichnungen, die einen schockierenden Eindruck auf seine Studienkolleginnen hinterlassen haben, sowie auch seine Diplomarbeit "Das Dock" (1934) - herausfordernd, wesentlich anders als die Werke der Studenten-Mehrheit der aus der von Vilhelms Purvitis geleiteten Meisterwerkstatt für Landschaftsmalerei.
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2011-11-04 - 2012-02-12
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| Ort: | Lettisches Nationales Kunstmuseum |
| Adresse: | Krišjāņa Valdemāra iela 10a |
| Homepage: | http://www.lnmm.lv |