Izbaudi Rīgu

Oper "Gespräche der Karmelitinnen"

"Die "Gespräche der Karmelitinnen" sind ein Werk, dass eine lange und in gewisser Art und Weise erbarmungslose Abhandlung des Todes symbolisiert - von Angst bis zur Befreiung, von Selbstmord bis zur Aufopferung und so weiter", so der französische Regisseur Vincent Boussard. Die historisch bedeutende Oper wird an der Lettischen Nationaloper unter seiner Leitung zum ersten Mal einstudiert.

Die leidenschaftlich komponierte Oper "Gespräche der Karmelitinnen" (1956) von Francis Poulenc berichtet von sechszehn karmelitinischen Nonnen, die 1794 während der französischen Revolution auf der Guillotine hingerichtet wurden. Die Geschichte der Märtyrinnen von Compiègne wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Roman "Die Letzte am Schafott" der deutschen Schriftstellerin Gertrud von Le Fort bekannt. Le Fort erfand die Hauptfigur des Romans Schwester Blanche, die später auch zur Hauptrolle von Poulencs Oper werden sollte - eine zarte, verängstigte Jugendliche, die keine andere Wahl hat als der furchtbaren und hoffnungslosen Welt in die Augen zu schauen und einen Weg aus der Falle zu suchen, der durch ihre eigenen Ängste verursacht ist.