Sammlungen entstehen durch den einfachen, aber wirkungsvollen Vorgang, Dinge zusammenzubringen. Es handelt sich dabei um eine angeborene und grundlegende menschliche Tätigkeit, die in Museen und Erinnerungskisten, in Institutionen und in Kinderzimmern zu finden und zu sehen ist. Ob Gemälde, Porzellan oder Postkarten – eine Sammlung spiegelt wider, wer wir sind, und lässt uns daran erinnern, woher wir kommen. Mit fast 35.000 Werken ist die Zuzāns-Sammlung ein lebendiges Zeugnis lettischer Kunst und ein Porträt des Sammelns als kultureller und persönlicher Akt. Darüber hinaus spiegelt sie das kreative Schaffen unzähliger Menschen wider. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 200 Kunstwerke aus der Sammlung von der Zuzāns Familie.
Diese Ausstellung betrachtet das Sammeln als Erweiterung des künstlerischen Denkens, indem sie Werke anhand von Intuition und Assoziationen zusammenführt. Die aus der umfangreichen Sammlung ausgewählten Kunstwerke sind nicht nach einem festen System angeordnet, sondern bilden durch Form, Farbe, Gestik oder Stimmung Verbindungen untereinander. Einige Verbindungen sind unmittelbar und sichtbar, andere eher subtil und suggestiv. Was sich dabei entfaltet, ist ein Archipel von Sammlungen, eine Landschaft, die es mit Aufmerksamkeit und Neugier zu erkunden gilt, eine Einladung, zu entdecken, was uns anzieht und warum.