Das Konzert des Trios Tresensus im Rahmen der Ausstellung "Kollektionen" ist ein musikalischer Rundgang durch die Ausstellungsräume des Zuzeums, bei dem Klang zu einer weiteren Form des Sammelns wird. Ähnlich wie die Ausstellung selbst ist das Konzert als ein Ereignis konzipiert, das von Assoziationen und Intuition geprägt ist: kurze klangliche Episoden, Performances, Solos, Duette und Triostücke, die die Sammlung vor den Augen des Publikums zum Leben erwecken.
Jeder musikalische Moment steht in Verbindung mit einem bestimmten Kunstwerk – dessen Farbe, Titel, Material, Gestik, Komposition oder emotionaler Atmosphäre. In manchen Fällen sind diese Verbindungen direkt, in anderen entstehen sie durch Assoziation. Das Programm vereint Klassiker der lettischen Musik mit zeitgenössischen Werken, Improvisation, Klangexperimenten und performativen Elementen. Neben Stücken, die Anna Veismane, Diāna Gritāne und Kārlis Rērihs dem Trio Tresensus gewidmet haben, werden im Konzert auch von den Musikern selbst arrangierte Miniaturen von Uģis Prauliņš und Gundega Šmite zu hören sein.
Das Konzert folgt keiner einzigen linearen Dramaturgie – die Zuhörer sind eingeladen, sich durch den Raum zu bewegen und die Musik räumlich zu erleben. Es handelt sich um ein offenes und fließendes Format, das das Publikum dazu anregt, die Vielfalt der Kunstwerke und die neuen Bedeutungen zu würdigen, die entstehen, wenn bildende Kunst mit Musik interagiert.
In diesem Projekt schafft das Trio Tresensus – die Kokle-Spielerin Līga Griķe, der Saxophonist Aigars Raumanis und der Perkussionist Uģis Upenieks – einen lebendigen Dialog mit der Zuzāns-Sammlung und enthüllt diese als Klanglandschaft. Dies ist nicht nur ein Konzerterlebnis, sondern eine Einladung an jeden Besucher, seine eigene Sammlung von Assoziationen zu schaffen.
Die Sitzplätze sind nicht nummeriert – es stehen sowohl Sitz- als auch Stehplätze zur Verfügung.