Die Ausstellung bietet den Besuchern die Möglichkeit, mehrere Videoarbeiten kennenzulernen, die im Rahmen einer langjährig entwickelten experimentellen Praxis entstanden sind, die auf der hybriden Nutzung analoger und digitaler Videotechnologien basiert.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Zweikanal-Videoinstallation, die aus inhaltlich identischen Fragmenten mit Darstellungen dreidimensionaler geometrischer Figuren besteht, die durch die Manipulation und Umgestaltung von VHS-Aufnahmen entstanden sind. Jedes Video läuft autonom und asynchron, generiert dabei jedoch ständig neue Kompositionsstrukturen und schwankt zwischen Inkonsistenz, Disharmonie und der Möglichkeit spontaner Synchronität.
Die Arbeiten zeichnen sich durch einen generativen und algorithmischen Ansatz in der Komposition aus, bei dem für die Bearbeitung des analogen Videosignals speziell entwickelte Geräte und Schaltungen verwendet werden, die in gewissem Maße außerhalb der Grenzen der Standardparameter für Video arbeiten. Die in der Ausstellung gezeigten Videofragmente sind ein Versuch, die visuellen Ausdrucksformen dieser Grenzzustände festzuhalten und dabei die Beziehungen zwischen Stabilität und Zerfall einzufangen.