Lisaboa Houbrechts, die als „Zauberin der Bühne“ bezeichnet wird, lässt die Grenzen zwischen dramatischem Theater und Oper verschwimmen. Die derzeit in Europa gefragte Regisseurin interpretiert den Roman „Siddhartha“ von Hermann Hesse und entführt das Publikum in die magische Geschichte der spirituellen Reise eines jungen Brahmanen zur Aufklärung in Indien, auf der Suche nach der Weisheit der Selbsterkenntnis in der zeitlichen Welt.
Die Regisseurin und Konzeptautorin Houbrechts erzählt: "Für mich ist dieses Stück eine Übung in der Nicht-Existenz von Ego. Es ist ein Versuch, mich von meinen Errungenschaften und Ambitionen zu lösen. Abstand zu halten und mich zu öffnen. Wie ein Derwisch, der tanzt, bis er leer wird, wird er zu einem Kanal zwischen der irdischen und der himmlischen Welt. Aber um das zu erreichen, muss man sich selbst aufgeben. Auf der Suche nach seinem Wesen muss sich Siddhartha ständig verabschieden - von seiner Umgebung, seiner Familie, seinen Freunden, seinem Guru und so weiter, um den Sinn des Lebens, Trost und Schönheit zu finden."
Unter Mitwirkung eines Teams aus belgischen, venezolanischen, niederländischen, indischen und lettischen Künstlern entsteht gemeinsam mit der amerikanischen Komponistin Caroline Shaw eine groß angelegte, fesselnde und zeitlose Odyssee für einen Menschen, der die Wiederverbindung mit sich selbst und seiner Spiritualität sucht. Die Aufführung wird bereits als das europäische Theaterereignis des Jahres bezeichnet, und das Dailes-Theater wird darin von der Schauspielerin Milēna Miškēviča sowie dem herausragenden Lettischen Rundfunkchor unter der Leitung von Kaspars Putniņš vertreten.
Die Aufführung findet in englischer Sprache statt, mit Übersetzung ins Lettische in den Untertiteln.