Worüber kann generative künstliche Intelligenz (KI) nicht aufhören nachzudenken? Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht eine künstlerische Auseinandersetzung mit den visuellen Archetypen, die KI-Modellen zugrunde liegen – Archetypen, deren Präsenz wir in unserem Alltag nur vage wahrnehmen. Diese Archetypen spiegeln wider, was das System am häufigsten „gesehen“ hat und am besten kennt. Sie sind nicht nur ästhetischer, sondern auch kultureller Natur: eine Ablagerung visueller Normen und Vorurteile, die sich in den Trainingsdaten angesammelt haben.
Die interaktive Installation besteht aus mehreren Bildschirmen, die den internen Zustand des KI-Systems zu verschiedenen Zeitpunkten anzeigen. Ergänzt wird sie durch die physische Infrastruktur und das Gewirr aus Kabeln, die normalerweise dem Blick verborgen bleiben. Die teilweise zerlegten Geräte auf dem Boden markieren die Grenze zwischen dem System und dem Betrachter und erinnern uns daran, dass hinter dem, was wir KI nennen, eine sehr physische Infrastruktur steckt.