„AERO“ ist eine Ausstellung neuen Formats – eine interaktive, die Besucher aktiv einbeziehende Installation, deren Schwerpunkt auf der Verwirklichung lebendiger und dynamischer Kunstsituationen liegt. Ein wesentlicher Bestandteil von „AERO“ ist die Anwesenheit der Künstlerinnen – Laura Prikule und Eva Vēvere werden vor Ort tätig sein und dabei ko-kreative sowie performative Praktiken anwenden, um die Ausdrucksformen von Zuschauern und Künstlerinnen in einem gemeinsamen Raum zu vereinen.
Von seinem Konzept her widmet sich "AERO" der Wechselwirkung zwischen System und Spiel. Die Ausstellung ist als Raum mit einer abstrakten oder gar absurden Struktur konzipiert, die einen interaktiven Parcours markiert, auf dem man sich unter Verwendung des Motivs des "Heldenwegs" verirren kann.
Das Erlebnis der Besucher wird mithilfe der Methoden des "Poetischen Robotismus" gestaltet: durch das Zusammenspiel automatischer Abläufe mit Spontaneität und Vergänglichkeit sowie durch den Aufbau von Brücken zwischen verschiedenen Disziplinen. Der "Poetische Robotismus" ist ein Konzept, das 2009 im kreativen Dialog zwischen den Künstlerinnen Laura Prikule und Eva Vēvere entwickelt wurde. Es befindet sich in ständiger Entwicklung, sowohl als Ideenfluss als auch als Wahrnehmungsweise. Es ist zudem eine Sammlung kreativer Praktiken, die mithilfe von Installationen, Performances und Texten die Grenze zwischen den spontanen (poetischen) und den automatischen (robotischen) Aspekten des Lebens erforscht. Der poetische Robotismus reflektiert das Alltägliche und das Unfassbare und nutzt dabei geometrische Formen, um vielschichtige Ideen zu verarbeiten. Er strebt danach, den Wahrnehmungshorizont zu erweitern, indem er neue Gebiete erforscht und Brücken zwischen "Kunst" und "Nicht-Kunst" baut.