Arve Henriksen ist einer der derzeit gefragtesten und originellsten zeitgenössischen Trompeter Europas. Henriksens Klang ist sofort erkennbar – die Trompete in seinen Händen strahlt nicht den gewohnten Glanz aus, sondern verwandelt sich in eine fast menschliche Stimme – zerbrechlich, atmend und ungewöhnlich emotional. Arve Henriksen ist ein häufiger Gast bei den renommiertesten Festivals und in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt, während sein Album „Cartography“ zu einer der bedeutendsten Aufnahmen der Ambient- und Improvisationsmusik des 21. Jahrhunderts geworden ist.
Gemeinsam mit dem Chor des lettischen Rundfunks und dem Dirigenten Kaspars Putniņš hat Henriksen das Konzertprogramm "Stille Nacht" zusammengestellt, das zu den besonderen musikalischen Höhepunkten dieses Winters zählen wird. Von frühen Kirchenliedern über die Musik der Meister der Renaissance bis hin zum Weihnachtschor "Stille Nacht, heilige Nacht" erinnert das Programm daran, dass sich das menschliche Verlangen nach Frieden, Hoffnung und Licht nicht verändert hat. Arve Henriksen’s Improvisationen werden zu einer natürlichen Fortsetzung des gregorianischen Gesangs und der polyphonen Chormusik der Renaissance. Sie fliessen in die alte Musik ein wie eine weitere Stimme, die den im Laufe der Jahrhunderte entstandenen musikalischen Strom fortsetzt und ihn in einer anderen Zeit und einer anderen Sprache weiterleben lässt.