Festival „Europäische Weihnachten“. „Sinfonietta Riga“. Bach, Müthel, Haydn

Johann Gottfried Müthel, der letzte Schüler des großen Barockmeisters Johann Sebastian Bach, zog 1753 von seiner deutschen Heimat nach Riga. Hier verbrachte er mehr als die Hälfte seines Lebens und erlangte Ruhm als unübertroffener Cembalo-Virtuose und außergewöhnlicher Komponist. Das Schaffen dieses Talents, das in den lettischen Kulturkanon aufgenommen wurde, bewegt sich nicht nur zwischen der Impulsivität des Barocks und der Ordnung des Klassizismus, sondern offenbart sich auch durch die Ästhetik der Epoche von „Sturm und Drang“.

Unter der Leitung der auf alte Musik spezialisierten Ieva Saliete und des Konzertmeisters des "Amsterdamer "18. Jahrhundert-Orchester" aus Amsterdam unter der Leitung von Aleksandrs Janičeks wird die "Sinfonietta Riga" ein Cembalokonzert von Müthel aufführen, dem symbolisch das feierliche Dritte Brandenburgische Konzert seines bewunderten Lehrers gegenübergestellt wird. Faszinierende musikalische Parallelen ergeben sich auch zum Werk von Johann Sebastian Bachs Sohn Karl Philipp Emanuel Bach, von dem sich auch die Wiener Klassiker stark inspirieren ließen, darunter Joseph Haydn, der in seiner Londoner Sinfonie dem Talent der Meister des 18. Jahrhunderts ehrerbietig huldigt.

Große Halle der Universität Lettlands 19.12.2026
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