Ausstellung „Das kollektive Gedächtnis ist alles, woran ich mich nicht erinnere: Gemeinsame Momente”

Die Ausstellung präsentiert Werke von sieben lettischen Künstlerinnen. Sie gehören zur sogenannten Millennial-Generation, deren prägende Erfahrungen durch die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Lettlands und die darauf folgende Zeit des Wandels geprägt wurden.

In ihrer künstlerischen Praxis untersuchen die Künstlerinnen den Zusammenhang zwischen kollektivem Gedächtnis, Identität und der individuellen Wahrnehmung der Vergangenheit. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen und denen ihrer Familien beschäftigen sie sich mit der Realität des 20. Jahrhunderts, erzählen persönliche Geschichten, thematisieren sozialökonomische Fragen und untersuchen den öffentlichen Raum. Im Zuzeum-Gewächshaus und im Skulpturengarten sind neben neuen Werken auch Projekte zu sehen, die bisher noch nicht in Lettland ausgestellt wurden und ein breites Spektrum an Medien abdecken - von Fotografie und analogem Film bis hin zu Objektinstallationen.

Die Ausstellung bildet den Abschluss der Doktorarbeit der tschechischen Kuratorin Diana Kotmela Kněžínková mit dem Titel "Das kollektive Gedächtnis ist alles, woran ich mich nicht erinnere". Die Studie beleuchtet die künstlerische Praxis von Künstlerinnen der Millennial-Generation in Lettland, deren Werke, Bildsprache und Kommunikationsstrategien vom Phänomen des kollektiven Gedächtnisses beeinflusst werden oder sich daraus ableiten. Gleichzeitig werden Situationen untersucht, in denen sich kollektives und individuelles Gedächtnis verflechten, sich gegenseitig beeinflussen und sich gegenseitig prägen. Die derzeit im Zuzeum gezeigte Ausstellung ist der zweite Teil eines umfassenderen Projekts. Der erste Teil - "Erinnerungen, die nicht unsere eigenen sind" - fand im Frühjahr 2026 im Prager Kulturzentrum H40 unter Beteiligung derselben sieben Künstlerinnen statt. Die Ergebnisse der Studie werden in einer zweisprachigen Monografie in tschechischer und englischer Sprache zusammengefasst, die zudem durch Beiträge anderer osteuropäischer Kunsttheoretiker und Künstler ergänzt wird.

Kunstzentrum "Zuzeum" 02.10.2026 - 17.01.2027
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