Im Rahmen der Ausstellung werden Werke von 27 griechischen Künstlern zu sehen sein, deren künstlerisches Schaffen durch das Zusammenspiel von Geografie, Licht, Klima und kulturellem Erbe geprägt ist.
Dies ist die erste derart umfangreiche Präsentation griechischer zeitgenössischer Kunst im Baltikum. Inspiriert von einem Song der Band "The Stranglers" widmet sich die Ausstellung dem Bild der Sonne nicht als Motiv, sondern als Medium des Denkens, der Wahrnehmung und der Erfahrung. Sie untersucht, wie sich das intensive Licht, die Hitze und die Offenheit des Lebens im Mittelmeerraum in der ästhetischen Sprache, in Überlebens- und Anpassungsstrategien sowie im Gemeinschaftsgefühl widerspiegeln.
Für Riga, diese nördliche Stadt, die sich fast immer nach Sonnenlicht sehnt, bietet diese Ausstellung eine Begegnung mit dem Gefühl der südlichen Welt: nicht exotisch, sondern bodenständig, authentisch und existenziell. Es ist eine Vision eines von der Sonne inspirierten Dialogs zwischen dem Norden und dem Süden, dem Baltikum und dem Mittelmeerraum - es ist ein Dialog und kein Konflikt. Sie regt dazu an, Licht nicht nur als Symbol, sondern auch als Träger von Wissen wahrzunehmen. Nach dem antiken griechischen Verständnis kann das Licht die Wahrheit offenbaren, doch die Sonne des Südens ist - im Gegensatz zum kühlen Licht des Nordens - widersprüchlich. Sie verzaubert, erhellt und blendet. Sie lädt uns ein, zu fühlen, zu erleben und zuzuhören, anstatt nur distanziert zu beobachten.