Die Künstlerin äußert sich wie folgt zu der Ausstellung: „m – der 20. Buchstabe des lettischen Alphabets – wird zum Symbol des Kunstwerks und zum Ausgangspunkt für zehn Wörter, die wie „Gebote” für die heutige Zeit klingen. Sie haben ihren Ursprung in einer einzigen Sprache, doch ihre Bedeutung reicht über deren Grenzen hinaus – als wären diese Wörter Echos einer älteren und größeren Sprache, die alle Menschen vereint. Eine Sprache, die keiner Übersetzung bedarf, da sie von dem spricht, was der Mensch in sich selbst schon vor den Worten erkennt. So wie beim Kalligraphieren werden die Wörter immer wieder „geschrieben“, als würden sie in unserem Gedächtnis zum Ausdruck gebracht. Die Wörter werden zu Zeichen, die Wiederholung zu stillen Gedanken, bis ihre Bedeutung spürbar wird.“
Monika Korpa, früher besser bekannt als Inese Monika Pormale, ist eine der international bekanntesten Bühnenbildnerinnen Lettlands. Die Werke der Künstlerin berühren, decken im Alltäglichen das auf, was zuvor unbemerkt geblieben ist, und verbinden scheinbar ungewöhnliche Konzepte miteinander.
Monika Korpa hat mit mehreren namhaften Regisseuren zusammengearbeitet, darunter Alvis Hermanis, Elmārs Seņkovs, Gerds Lapoška sowie mit dem ungarischen Film-, Theater- und Opernregisseur Kornél Mundruczó und dem deutschen Opernregisseur Claus Guth, die in der vergangenen Saison zu den besten Opernregisseuren in der Schweiz bzw. in Österreich gekürt wurden.
Sie hat das Bühnenbild für Inszenierungen in Lettland und an bedeutenden europäischen Theatern gestaltet, darunter in Genf, Zürich, Berlin, Frankfurt, Wien, München, Hamburg, Salzburg, Warschau und anderen Städten.