Diese Ausstellung ist die bislang umfangreichste Einzelausstellung des Künstlers und Bühnenbildners Miķelis Fišers. In seinem Schaffen widmet sich der Künstler der visuellen Analyse paralleler Welten und historischer Zeugnisse – einem scharfsinnigen Spiel mit Bedeutungen, das mit sozialen, politischen und zivilisatorischen Prozessen in Resonanz steht.
"Das unheimliche Erbe" präsentiert sich konzeptionell als Triptychon - eine Reise durch drei Zustände der Realität: die dunkelsten Bereiche des Unterbewusstseins, die plötzliche Erleuchtung und die Realität, die den Alltag prägt. Die Ausstellung thematisiert die Zivilisation als System - als historisches, soziales und ideelles Gefüge, das die Grundlagen des gesellschaftlichen Verständnisses, der Gleichheit und der Existenz bestimmt. Hier offenbart sich das soziale Umfeld als dynamische und widersprüchliche Struktur, in der sich Geschichte, Mythen, Ideologien und Alltagsrealität miteinander verweben.
Die Kunst von Miķelis Fišers bietet einen kritischen und präzisen Blick auf diese Prozesse und regt die Gesellschaft dazu an, über die aktuellen globalen Herausforderungen und die Verantwortung des Menschen in der heutigen Welt nachzudenken.