Wie jedes Jahr findet zur Wintersonnenwende in der Rigaer Altstadt wieder ein traditionelles Volksfest - Balkenziehen und Verbrennen, gemeinsames Singen, Tanzen und Spiele statt.
Mitglieder von Folkloregruppen aus allen lettischen Regionen ziehen anlässlich dieses Festes einen Balken durch die Straßen der Altstadt, um gemäß althergebrachter Traditionen böse Geister zu vertreiben, die Fruchtbarkeit zu fördern und die Stadt und deren Einwohner zu segnen.
Der Balken wird durch mehrere Straßen der Altstadt von Riga bis zum Rathausplatz gezogen, wo er auf schließlich einem Lagerfeuer verbrannt wird. Gleichzeitig werden mit ihm die "bösen Tage" dem reinigenden Feuer übergeben - Sorgen, Nöte und Missgeschicke. So werden die Kräfte des Lichts für das nächste Jahr erweckt. An dem singenden und musizierenden Umzug durch Riga beteiligen sich jedes Jahr nicht nur mit traditionellen Masken verkleidete Folkloristen, sondern auch einfache Feiernde.