Izbaudi Rīgu

Was es sich lohnt, in Riga zu kosten

Eine gastronomische Reise durch Riga beginnt für jeden Feinschmecker vor 800 Jahren.

Gerade die Mischung verschiedener Kulturen, die in der Stadt sichtbar ist, hat Chefköche zu mutigen Experimenten und überraschenden Speisekombinationen inspiriert. In jeder der vier Jahreszeiten nehmen frische saisonale Köstklichkeiten aus Lettlands Gärten, Wäldern und Flüssen auf den Speisekarten der besten Restaurants einen besonderen Platz ein. Die gastronomische Hauptstadt des Baltikums Riga lässt seine Gäste und Bewohner in den Genuss von überraschenden Geschmackserlebnissen kommen und erstklassige Cuisine zu sehr appetitlichen Preisen kennenlernen.


Frühling

In Lettland fängt das Jahr für Feinschmecker im Frühling an- mit Birken- und Ahornsaft, die man wirklich frisch nur ganz kurz trinken kann. Wenn man sie gären läßt, kann man sie bis zu den heißen Sommertagen aufheben. Dann sind sie leicht säuerlich und sprudelnd, nun, fast wie Sekt aus Birkensaft! Nicht nur ein Feinschmecker, sondern jeder in Lettland sehnt sich nach dem langen, kalten und dunklen Winter nach den ersten Grünpflanzen, die so aromatisch, saftig, knackig und voll mit Vitaminen sind! Die ersten Sauerampfer, Salatblätter, Rhabarber haben die ganze Kraft des aufwachenden Bodens und die Frische gesammelt und das darf man nicht verpassen!

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Sommer

Der Sommer in Lettland ist kurz, aber voll von gastronomischen Artefakten, die jeder zur richtigen Zeit und am richtigen Ort genießen will. Der Lette lebt im Sommer in einem Atem mit Mutter Natur- er schafft in seinem von Eltern oder Großeltern angelegtem Garten, wo ein bisschen von Allem wächst, er begibt sich in den Wald um Pilze oder Beeren zu sammeln, oder zum Fluss oder zum See- um zu angeln. Deswegen wird das Dessert mit einer Kirsche gescmückt, deswegen reihen sich auf dem Küchentisch Gläser mit Waldbeerenmarmelade, deswegen werden auf dem Rost oder in der Räucherei selbstgefangene Fische zubereitet.

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Herbst

Die Letten wissen, dass der Herbst ein reicher Mann ist, deswegen sind sie bereit, seine Geschenke entgegenzunehmen- sie suchen im Wald die schönsten Steinpilze, denn was kann besser schmecken als die neuen Kartoffeln mit Steinpilzsoße oder auch als marinierte oder gertrocknete Steinpilze, woran man im Winter naschen kann. Von den dornigen Ästen der Strauchquitten werden die zitronengelben und bersteinähnlichen Früchte gesammelt, die nachher in einen süßsaueren Sirup oder in Sukkaden verarbeitet werden, deren Geschmack beinahe zu allem passt, sogar zum Wildfleisch. Ja, Wildfleisch- Männer können kaum den Anfang der Jagdsaison erwarten, wenn der Schinken vom Hirsch oder vom Elch nur der Mehrwert für den Tag ist, der in einer ursprünglichen Nähe zur Natur verbracht worden ist. Deswegen schmeckt es so besonders.

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Winter

Die nasse Kälte verlangt das Ihre- die lettischen Wintergerichte sind sättigend und mit ihrem eigenen Charakter. Am besten erwärmend sind einfache und herzhafte Gerichte, die aus selbsgezüchtetem Gemüse und Getreide zubereitet sind. Jahrhundertelang sind hier Rüben und Roggen gewachsen, weshalb der Geschmack dieser Gerichte jeden Letten an sein Zuhause erinnert. Und Vogelbeeren? Sie sind schön und etwas bitter- um den wahren Geschmack des Lebens verspüren zu lassen.

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