Du bist im Herzen jung geblieben, doch hast schon genug erlebt, um nun Qualität und intellektuellen Genuss wertzuschätzen. Du magst noch immer gute Drinks, aber du wärst nicht mehr bereit deinen Schlaf und ein Frühstück in einem ausgezeichneten Restaurant gegen zehn Tequila-Shots in einem lauten Club einzutauschen.

Nur eine knappe halbe Stunde entfernt, direkt am anderen Ende der Vanšu tilts (dt. Schrägseilbrücke) erreicht man eine ganz andere Welt - die Insel Ķīpsala. Holzarchitektur statt Kirchentürme, Grüne Landschaft und Ruhe statt Tumult der Altstadt. In einer der kleinen Straßen befindet sich eins der verstecktesten Museen der Stadt - die Žanis Lipke-Gedenkstätte. Das Gebäude wurde zu Ehren des Letten Žanis Lipke entworfen, der während des Zweiten Weltkriegs an eben diesem Ort außergewöhnlichen Mut bewies und Juden versteckte und rettete. Auf dieser Seite des Flusses ist auch das Kalnciema kvartāls (Kalnciems-Viertel) einen Besuch wert, wo man wunderschön restaurierte Holzarchitektur aus dem 19. Jahrhundert bewundern kann. Samstags findet hier der Bauern- und Kunsthandwerkermarkt statt, auf dem man sowohl eine gute Suppe essen, als auch ein Päckchen Hanfbutter oder eine Schallplatte erstehen kann.

Kunstinteressierte sollten das erst kürzlich umgebaute Lettische Nationale Kunstmuseum und die Rigaer Börse am Domplatz besuchen.

Für Weinliebhaber ist das Restaurant Kolonāde, aus dem man einen wunderbaren Blick auf das Freiheitsdenkmal und die Lettische Nationaloper hat, der richtige Ort. Wer etwas Extravaganteres im Sinn hat, sollte dem Restaurant "3 pavāru restorāns" einen Besuch abstatten, das vom Rockstar unter den lettischen Chefs Mārtiņš Sirmais geleitet wird. Strauß-Tatar oder geschmorter Steinbarsch wird hier vor den Augen der Gäste zubereitet.

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