Die Ausstellung ist ein bedeutendes internationales und künstlerisch hochwertiges Kooperationsprojekt des Lettischen Nationalen Kunstmuseums (LNMM) und des Centre Pompidou. Die in der Ausstellung gezeigten Werke stammen aus einer Sammlung, die dem Centre Pompidou in den letzten zwanzig Jahren von den Sammlern und Kunstmäzenen Florence und Daniel Guerlain geschenkt wurde.
Die Guerlain-Sammlung ist thematisch vielfältig und zeichnet sich durch einen ausgeprägt zeitgenössischen Charakter aus. Aus der fast 1200 Werke umfassenden Schenkung wurden für die Ausstellung in Riga 98 Zeichnungen von 43 Künstlern ausgewählt, die zwischen den 1970er Jahren und 2019 entstanden sind.
Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Welt der zeitgenössischen Zeichnung. Die Werke sind größtenteils emotional geprägt, doch gelegentlich ist auch ein analytischer und rationaler Ansatz zu erkennen. Von luftigen Linien bis hin zuauf der Realität basierten Kompositionen - die Pinselstriche der Künstler mit Bleistift, Graphit, Tinte, Gouache, Aquarell und anderen Materialien erschaffen Welten, die sowohl zerbrechlich als auch streng konstruiert sein können.