Ausstellung "Die Kunst von Imants Lancmanis"

Obwohl das Werk von Imants Lancmanis mit der zeitgenössischen postmodernen Malerei in Verbindung gebracht werden kann, hat der Künstler selbst beschlossen, es als konzeptuelle Romantik zu bezeichnen. Sein Verständnis für das Erbe der alten Meister, seine Naturstudien und seine lebhafte Fantasie haben die Bildsprache seiner Werke gleichermaßen beeinflusst.

Im großen Saal des Lettischen Nationalen Kunstmuseums sind Gemälde von Imants Lancmanis, die ab 1958 entstanden sind, in thematischen Gruppen zusammengefasst. Imants Lancmanis schloss 1966 sein Studium der Malerei an der Kunstakademie von Lettland ab. Seitdem hat er seine individuelle Handschrift entwickelt und seine Weltsicht in allen klassischen Gattungen der Malerei verkörpert. Neben spektakulären Zyklen zeigt die Ausstellung kammerartige Stillleben und Landschaften. Mehrere Gemäldezyklen – Werke zu biblischen Themen und der Eichen-Zyklus – werden zum ersten Mal gezeigt.

Im Schaffen von Imants Lancmanis gab es eine Unterbrechung, als er 17 Jahre lang intensiv an der Leitung des Rundāle-Palastmuseums, an der Erforschung und Beschreibung kunsthistorischer Zeugnisse und an der Kunstakademie Lettlands als Dozent tätig war. Bestimmte Abschnitte der Ausstellung zeigen diese Facetten des kreativen Schaffens des Künstlers und stellen die Etappen der Entstehung der Gemälde vor – Fotografien, Skizzen, Kartons. Das Titelwerk der Ausstellung ist "Selbstporträt an der Sējas-Eiche am 27. September 2019", auf dem sich der Künstler – ernst, mit einer Kamera in der Hand – in der lettischen Natur vor einem der wesentlichen Symbole der lettischen Nation befindet.

Kuratorin der Ausstellung ist die Kunstwissenschaftlerin Helēna Demakova.

 

 

Lettisches Nationales Kunstmuseum 12.11.2022 - 26.02.2023
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