Sowjet-Riga

Auf der Suche nach spannenden Sowjet-Relikten? Hier gibt es eine Liste mit einigen sehenswerten Zeugnissen Rigas sozialistischer Vergangenheit.

Die lettische Akademie der Wissenschaften

Nur wenige Schritte vom Rigaer Zentralmarkt entfernt steht ein beeindruckendes Beispiel des sowjetischen Klassizismus - die lettische Akademie der Wissenschaften. Im Volksmund auch Stalins Geburtstagstorte genannt, hat dieses Gebäude einen Zwilling in Warschau - den Palast der Kultur und Wisseschaft. Von der Aussichtsplattform im 16. Geschoss hat man einen wunderbaren Blick auf die Kirchtürme der Altstadt und die Nationalbibliothek am gegenüberliegenden Flussufer.

VEF Kultūras pils (VEF Kulturschloss)

Das VEF Kulturschloss, eine Perle der klassizistischen Architektur, wurde 1960 gebaut und als Ausstellungsraum für innovative Produkte der VEF-Fabrik genutzt. Zu dieser Zeit war VEF die führende Fabrik für Kommunikationstechnologien in der Sowjetunion. Nach dem Umbau im Jahr 2017 ist das Gebäude nun für verschiedene Events nutzbar. Hier befindet sich auch das VEF Museum - eine interaktive Reise durch die Geschichte der Fabrik.

Dailes teātris (Daile-Theater)

Dieses Paradebeispiel des Funktionalismus ist der berühmteste Entwurfe der modernistischen Architektin Marta Staņa. Das Theater wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts speziell für das Daile-Theater erbaut und wird auch heute noch von ihm genutzt. Das Gebäude ist Teil des lettischen Kulturkanons.

Flughafen Spilve

Schwer vorzustellen, aber in den 1920er Jahren war dies der Ort, wo Flugzeuge von LOT oder Lufthansa landeten. Nach der vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Flughafen 1954 in neoklassizistischem Stil neu aufgebaut und sieht auch noch heute so aus. Vor der Eröffnung des internationalen Flughafens Riga 1975 war der Spilve der wichtigste Flughafen Lettlands. Auch wenn des Flughafengebäude für Besucher geschlossen ist, lohnt sich ein Blick von außen allemal.

Kongresu nams Riga

Das Gebäude am Zipfel des Kronvalds-Park wurde 1982 als Konferenzzentrum für die kommunistische Partei gebaut. Im Innenraum dominiert Holz, Marmor und Granit. Heute dient das Kongresu nams als Veranstaltungsort für verschiedene Events.

Café Leningrad

Ein Besuch in diesem Café ist wie eine Zeitreise in das sowjetische Riga. Lackierte Möbel, Kristallgeschirr, ein Porträt des Parteiboss und unzählige authentische Gegenstände. Das Café befindet sich etwas versteckt in einem Keller an der Ecke der Kr. Valdemāra iela und Raiņa bulvāris. Neben regelmäßigen Konzerten und DJ Sets gibt es hier eine großartige Auswahl an lokalen und internationalen Bieren und sättigende Gerichte wie Burger, Pasta und natürlich der klassische lettische Snack zum Bier - geröstetes Knoblauchbrot.

Wohngebäude in der Madonas iela

Die Wohntürme mit den Hausnummern Madonas iela 21 und 23 unterscheiden sich stark von den anderen Plattenbauten des Stadtteils Purvciems. Die 1980 erbauten Gebäude waren im sowjetischen Riga eine absolute Neuheit. Den beiden 16- bzw. 18-geschossigen Gebäuden wurde aufgrund ihrer eigenartigen Form der Spitzname Maiskolben gegeben.

Einkaufszentrum Minsk

In der Nähe der Madonas iela befindet sich Rigas erstes Einkaufszentrum, das 1975 eröffnet wurde und auch heute noch in Benutzung ist. Das nach der belarussischen Hauptstadt benannte Einkaufszentrum sollte ein Symbol für die Verbindung beider Hauptstädte sein, in Minsk gibt es ein ähnliches Einkaufszentrum mit dem Namen Riga. Lass dir hierfür nicht zuviel Zeit, denn das Gebäude soll bald massiv umgebaut werden!

Radisson Blu Hotel Latvija

Die Anordnung der sowjetischen Regierung gegen Ende der 60er Jahre die historische Bebauung an der Ecke der Brīvības iela (lett. Freiheitsstraße, damals Lenin-Straße) und Elizabetes iela abzureißen, um Platz für ein Hotel zu schaffen, löste in der Bevölkerung Empörung aus, die von der langen Bauzeit des Gebäudes (von 1969 bis 1979) nur noch weiter gemehrt wurde. Das Hotel trug damals den Namen Latvija und war das höchste Hotelgebäude in der Sowjetunion. Die Zimmer für Hotelgäste aus dem Westen waren mit Abhörgeräten des KGB ausgestattet. Anfang der 2000er Jahre wurde das 24-stöckige Hotel umgebaut und um 3 weitere Geschosse aufgestockt.

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