Izbaudi Rīgu

Rigaer Ghetto-Museum

Das Rigaer Ghetto-Museum liegt im historischen Teil der Stadt an der Grenze des ehemaligen Ghettos. Auf dem mit Pflastersteinen von den Rigaer Ghetto-Straßen gepflasterten Grundstück sind Stände mit den Namen der mehr als 70 000, während des Holocaust ums Leben gekommenen lettischen Juden, sowie auch eine Fotoausstellung, die der antisemitischen Propaganda, dem Holocaust in Lettland, der Widerstandsbewegung und den Rettern von Juden gewidmet ist, zu sehen.

Kleine Holzhäuser mit blassen, aber immer noch prächtigen holzgeschnitzten Fensterläden, gepflasterte, kurvenreiche Straßen und eine unfassbare Atmosphäre – die Viertel der Moskauer Vorstadt, wo früher russische Händler und jüdische Familien gehaust haben, werden heutzutage oft von Juden besucht, die die Wohnorte ihrer jüdischen Vorfahren zu finden versuchen. Auf dem einmaligen Territorium – Riga ist einer der wenigen Orte in Europa, dessen Ghetto-Territorium in den letzten sechzig Jahren architektonisch nicht verändert wurde -, ist jetzt das Rigaer Ghetto-Museum eröffnet worden. Zurzeit können die Besucher dessen ersten Teil kennenlernen. Die Gedenkstätte für die während des Holocaust getöteten Juden hat die jüdische Gemeinde „Schamir” in Zusammenarbeit mit dem Rigaer Stadtrat in der Hoffnung geschaffen, dass das Museum zur Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse in der Geschichte Lettlands, die sich nie wiederholen dürfen, sowie auch zum Zentrum für Ausbildung und Kultur, zu einem Botschafter der Toleranz und der gegenseitigen Würde wird.